Schnitt­muster Raglan Shirt

Grundschnitt

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Das Raglan-Shirt entsteht hier in einer direkten Konstruktion. Die Schulterpartien von Vorder- und Rückteil müssen nicht abgetrennt und an den Ärmel montiert werden. Dafür werden die Schnittpunkte der Schulter- und Raglankonstruktionslinien, P27 im Vorderteil und P28 im Rückteil, auf die Ärmelkonstruktion übertragen. An der Verbindung dieser Punkte mit den Ärmeleinsatzpunkten am Ärmel wird der Raglannahtverlauf nachkonstruiert.

Die entsprechenden Punkte in der Ärmelkonstruktion werden genau wie im Vorder- und Rückteil benannt. Im Protokoll steht dann zusätzlich ein Ä hinter dem jeweiligen Punkt. Sind Vorderteil und Rückteil schon ausgeschnitten, können wir diese jeweils als Lineal für die Raglanlinien am Ärmel nutzen. Für einen guten Verlauf der Raglannaht im Vorderteil wird das vordere Ärmeleinsatzzeichen P22 um 0,5 bis 1 cm ins Vorderteil verschoben zu P22a.

Die Ärmelkonstruktion wird an den Schrägen von P1 nach P4 und P5 mit einer extra Zugabe versehen. Dadurch wird der Ärmel in der Armkugel etwas breiter und erhält eine größere Distanz von P1a zu P1b. Dieser Betrag entspricht der Mehrweite eines normalen Ärmels. Beim Raglanärmel benötigen wir diese Weite nicht zum Einhalten, sondern für eine gute Form des Abnähers an der Schulter. Die Summe der beiden Schulterwinkel ergibt 41°, also 2° weniger als das Körpermaß, weil es sich um einen Oberkörperschnitt ohne Brustabnäher handelt.

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