Schnitt­muster Bund­falten­hose

Grundschnitt

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Die Bundfaltenhose erhält eine Zugabe an der Leibhöhe, die mit der Gesamtweite der Hose an der Hüfte korrespondieren soll. Die Weitenzugabe an der Hüfte zeichnen wir, wegen der Bundfaltenweite an der Taille, großteils im Vorderteil ein. Im Rückteil bewirkt sie wie beim Hosengrundschnitt eine Verschiebung der Seitennaht nach vorne.

Am Vorderteil ergibt sich wegen der Faltenzugabe an der Taille ein flacher Hüftbogen. An diese Form passen wir den Hüftbogen des Rückteils an, indem wir den Gesäßwinkel um 2° verringern.

Die hintere Mitte wird dadurch schräger und der Hüftbogen flacher. Aus fertigungstechnischer Sicht bevorzugen wir Hüftbögen mit ähnlich geformten Rundungen. Der Verschiebebetrag von P20 zu P20a ist bei der Bundfaltenhose mit nur 0,5 cm gering. Damit erreichen wir einen größeren Spaltbetrag im Rückteil, was für mehr Bequemlichkeit steht. Alternativ können wir den hinteren Spaltbetrag mit einer Zugabe von 1 bis 2 cm auch direkt auf der Leibhöhenlinie von P25 nach P27 abtragen. Der Punkt P20a wird dann nicht für die Konstruktion benötigt. Soll im Rückteil eine Bügelfalte eingeplant werden, wird diese vom Knie nach oben durch P20a abgewinkelt. Der Verlauf der Bügelfalte entspricht dann nicht dem Fadenlauf.

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