Blazer Wiener Naht

Grundschnitt

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Der Blazer mit Wiener Naht ist mit einer Brustumfangverteilung nach dem Prinzip für Oberkörperschnitte mit Abnäher aufgestellt. Der hintere Schulterwinkel wird gleich zu Beginn für die Schulterpolstererhöhung verkleinert. Auf die vordere Schulter übertragen wir die Polstererhöhung automatisch, weil die Höhe des vorderen Armlochs abhängig von der Höhe des hinteren Armlochs konstruiert wird. An den Wiener Nähten müssen wir nach der Ausformung der Nahtverläufe einen Längenausgleich vornehmen oder Einhalteweiten definieren.

Die Reverskonstruktion kann auch mit einer Steglinie bis ins vordere Halsloch gezeichnet werden. Soll der Kragen eine besonders halsnahe Passform erhalten, können wir P8 und P10 um je 0,6 cm aufeinander zu verschieben. Dann zeichnen wir jeweils einen gerundeten Verlauf in die Ausgangslinie und dazu im 90° Winkel die neuen hinteren Mitten an. Anschließend werden die beiden Schnitteile vervollständigt. In der Konstruktionszeichnung überschneiden sich dann Steg und Kragen und müssen kopiert werden.

Die Ärmelkonstruktion ist eine typische Zweinahtärmel-Aufstellung mit eingestellten Ärmelmitten für eine schlanke und leicht gewinkelte Passform. Durch diese Konstruktion erhalten wir am Oberärmel wegen der Überschneidung beim Spiegeln an P5c einen kleinen Betrag als Dehnweite und Einhalteweite an P11c. Diese Beträge definieren wir für die Fertigung mit Passzeichen und nähen entsprechend den Oberärmel an den Unterärmel.

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